Autoland Sachsen 1/2017
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21. Internationaler Jahreskongress der Automobilindustrie 2017, 24.+25. Oktober 2107 in Zwickau

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Autoland Sachsen 1/2017

Der Schnellste gewinnt

Europa muss sich beeilen. Das trifft neben vielen anderen Dingen auch auf das automatisierte und vernetzte Fahren zu. Nach EU-Plänen soll möglichst bis 2019 ein einheitliches rechtliches Regelwerk für dieses Thema stehen. In anderen Regionen der Welt werden zu diesem Zeitpunkt schon die ersten Autos in verschiedenen autonomen Stufen fahren, so in den USA, in Singapur und in China, erklärte der Volkswagen-Digitalisierungschef Johann Jungwirth zum
20. Internationalen Jahreskongress der Automobilindustrie Ende Oktober in Zwickau. Europa laufe bei dem jetzt eingeschlagenen Tempo Gefahr, abgehängt zu werden.
Aus technischer Sicht gibt es kaum Gründe für Verzögerungen. Die deutschen Premium-Hersteller verfügen laut einer Studie von Roland Berger und der RWTH Aachen derzeit über eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung und Absicherung hochautomatisierter Fahrzeugfunktionen. Dabei kommen auch immer mehr sächsische Kompetenzen zum Tragen, die dank ihres speziellen Know-hows einen wesentlichen Beitrag zu neuen intelligenten, effizienten und sicheren Mobilitätslösungen leisten. Einige davon stellen wir in dieser Ausgabe vor.
Nichts desto trotz bleibt es für die zumeist kleineren Zulieferunternehmen ein Kraftakt, den ob seiner Schnelligkeit und Komplexität einmaligen Wandel in der Branche zu meistern. Wo genau die Risiken, aber vor allem auch die Chancen liegen, haben das Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen AMZ und das Chemnitz Automotive Institute CATI in einer Studie im Auftrag des sächsischen Wirtschaftsministeriums untersucht. Anhand der analysierten Fakten verliert das oft beschworene Negativszenario seinen Schrecken. Die Chancen, die sich aus neuem Wertschöpfungspotenzial bei alternativen Antrieben, im Leichtbau oder bei Elektrik/Elektronik ergeben, sind enorm. Diese können und müssen zuallererst die Unternehmen erkennen und ergreifen. Die Politik ist im Verbund mit Branchenverbänden und Netzwerken gefordert, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Auch hier tut Eile not.

Ina Reichel
Herausgeberin

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