Industriepark Meerane wächst mit E-Mobilität

Grundsteinlegung für das externe Versorgungszentrum von VW Sachsen im Industriepark Meerane. In die zukünftig fest mit dem Gebäude verbundene Metallhülse packte der Geschäftsführer von VW Sachsen, Reinhard de Vries, einen Mund-Nasen-Schutz im ersten Camouflage-Design des ID.3 als Beleg für die Investition in Corona-Zeiten. Von Ministerpräsident Michael Kretschmer (r.) gab es eine Münze aus Meissener Porzellan. Cathleen Frost, Geschäftsführerin der Metawerk Meerane GmbH, legte einen Masterplan des Gebietes bei und Jörg Bachmann von Goldbeck einen Bauplan nebst Zollstock.
Grundsteinlegung für das externe Versorgungszentrum von VW Sachsen im Industriepark Meerane. In die zukünftig fest mit dem Gebäude verbundene Metallhülse packte der Geschäftsführer von VW Sachsen, Reinhard de Vries, einen Mund-Nasen-Schutz im ersten Camouflage-Design des ID.3 als Beleg für die Investition in Corona-Zeiten. Von Ministerpräsident Michael Kretschmer (r.) gab es eine Münze aus Meissener Porzellan. Cathleen Frost, Geschäftsführerin der Metawerk Meerane GmbH, legte einen Masterplan des Gebietes bei und Jörg Bechmann von Goldbeck einen Bauplan nebst Zollstock. (Foto: Frank Reichel)
25.06.2020 | Redaktion Autoland

Im Industriepark Meerane an der A4 steht das Grundgerüst für einen weiteren Neubau. Ab November 2020 will Volkswagen Sachsen dort ein externes Versorgungszentrum für die Fahrzeugfertigung Zwickau einrichten. Dafür wurde am 25. Juni im Beisein des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer der Grundstein gelegt. Investor ist der Projektentwickler Metawerk.

Mit Errichtung der 25.000 Quadratmeter großen Halle realisiert Metawerk bereits das siebte Projekt seit 2016 in dem interkommunalen Industriegebiet der Städte Crimmitschau und Meerane. Darauf wies Cathleen Frost, Geschäftsführerin der Metawerk Meerane GmbH, hin. In dem Park arbeiten bereits die Logistikdienstleister DHL und Rhenus sowie die Automobilzulieferer Adient, Leoni, SAS und VW Braunschweig, die alle Komponenten für die E-Fahrzeugproduktion von VW Zwickau fertigen.

Der Park stehe für mehr als 1000 Arbeitsplätze, die zum Teil neu geschaffen wurden und zum Teil für Bestandssicherung stehen, so Reinhard de Vries, Geschäftsführer der Volkswagen Sachsen GmbH. Die Entwicklung des Gebietes zeige, dass man mit Elektromobilität Wachstum und Beschäftigung generieren kann, betonte er. Weil im Werk in Zwickau „jeder Quadratmeter in Beschlag genommen ist“, sei die externe Erweiterung notwendig. Dass der Weg zur E-Mobilität für den Zwickauer Standort unumkehrbar ist, verdeutlicht der 26. Juni 2020: An diesem Tag läuft der letzte „Verbrenner“ vom Band bei VW Sachsen.

Im Industriepark Meerane arbeitet bereits ein Komponentenwerk der VW AG. Hier erfolgt die Montage der Fahrwerksysteme für die ID-Fahrzeuge, die nach Zwickau ans Band geliefert werden.
Im Industriepark Meerane arbeitet bereits ein Komponentenwerk der VW AG. Hier erfolgt die Montage der Fahrwerksysteme für die ID-Fahrzeuge, die nach Zwickau ans Band geliefert werden. (Foto: Frank Reichel)

Vom neuen vollelektrischen ID.3 sind bisher rund 10.000 Einheiten produziert, die ab September in den Vertrieb gehen, informiert de Vries. Mit dem ID.4 folgt 2020 noch der Produktionsstart des ersten Elektro-SUV von VW. Insgesamt werden in Zwickau zukünftig sechs Modelle der ID-Familie gebaut, bisher waren es mit Golf und Passat zwei. Damit E-Autos für umweltfreundliche, klimaneutrale Mobilität sorgen können, braucht es eine flächendeckende Ladeinfrastruktur. „Hier muss der Knoten platzen“, so de Vries. VW leiste seinen Teil dazu, u. a. mit 36.000 Ladepunkten an den Standorten und bei Händlern in Europa. An den sächsischen Werken in Zwickau, Chemnitz und Dresden werde sich deren Zahl bis Jahresende auf insgesamt 400 erhöhen. Gefordert ist hier jedoch die gesamte Gesellschaft.

In der Endausbaustufe werden zwischen dem Werk Zwickau und dem externen Versorgungszentrum etwa 700 Rundläufe mit 40-Tonnen-Lkw passieren. Dafür sowie für die weiteren Logistikaufgaben muss mit der Direktanbindung des Industrieparks an die Schnellstraße B 93 und die A4 sozusagen der Schlussstein für eine sonst bereits sehr gute Verkehrsinfrastruktur bald gesetzt werden, betonten die Redner aus Wirtschaft und Kommunalpolitik.

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