Komplettes Lösungsangebot für die Entgratung von Kunststoff-Bauteilen Gastbeitrag der Rösler Oberflächentechnik GmbH

Von der Schüttgutbearbeitung z.B. auf einer RMBC 1.1 S bis zur Einzelteilbearbeitung z.B. auf der RWS 1200 bietet die Kunststoffentgratung vielfältige Lösungen für nahezu alle Werkstückvarianten.
Von der Schüttgutbearbeitung, z.B. auf einer RMBC 1.1 S, bis zur Einzelteilbearbeitung, z.B. auf der RWS 1200, bietet die Kunststoff-Entgratung vielfältige Lösungen für nahezu alle Werkstückvarianten. (Foto: Rösler Oberflächentechnik GmbH)
12.11.2020 | Redaktion Autoland

Nach der Verlagerung des Geschäftsfelds „strahltechnische Entgratung von Kunststoffteilen“ aus der Schweiz nach Untermerzbach ist die Produktion dieser Anlagen im Stammwerk vielversprechend angelaufen. Sowohl für bestehende als auch neue Kunden konnten Projekte für verschiedenste Anwendungen sehr erfolgreich umgesetzt werden.

Die Reaktionen bestehender und neuer Kunden im Bereich Strahlanlagen für die Kunststoff-Entgratung zeigen, das Ziel der Verlagerung – Synergieeffekte zum Nutzen der Anwender auszuschöpfen – wurde erreicht. Rösler ist auch in diesem Geschäftsfeld der Kompetenz- und Systempartner, der von ersten Versuchen im eigenen und stets mit aktuellsten Maschinen ausgestattetem Testzentrum über die Prozessentwicklung bis zur bedarfsgerecht ausgelegten Anlagentechnik Aufgabenstellungen technisch und wirtschaftlich optimal gemeinsam mit Kunden löst. Das Anwendungsspektrum umfasst die Bearbeitung von Funktions- und Sichtbauteilen aus spritzgegossenen und gepressten Duroplasten sowie Spritzgusskomponenten aus gefüllten Thermoplasten. Angepasst an die kundenindividuellen Bauteile und Spezifikationen, beispielsweise zu Entgrat-Ergebnis, Durchsatz, Automatisierung, Prozessüberwachung und Qualitätskontrolle, stehen für die Bearbeitung als Einzelteile kompakte Fertigungszellen als Satelliten-, Wendebalken- und Wendetischanlagen sowie Bandstrahlanlagen zur Verfügung. Die Entgratung von Werkstücken als Charge erfolgt üblicherweise in Schüttgutsystemen. Als Herz der Strahlanlage können Turbinen, Injektoren oder eine Kombination aus beiden Technologien zum Einsatz kommen. Um für alle Anwendungen das optimale Strahlmittel bieten zu können, arbeitet Rösler seit vielen Jahren exklusiv mit einem externen Partner zusammen. Anwendungsspezifische Modifikationen lassen sich dadurch ebenso realisieren wie neue Entwicklungen. Das Thema Elektrostatik haben die Experten für das Kunststoffstrahlen durch entsprechende Maßnahmen wie speziell entwickelte Antistatika und den Einsatz ionisierter Luft im Griff.

(Foto: Rösler Oberflächentechnik GmbH)
(Foto: Rösler Oberflächentechnik GmbH)

Aufgabenstellungen in der Fahrzeugindustrie

Ein großer Anwendungsbereich sind Komponenten aus der Automobilindustrie, beispielsweise Bauteile aus dem Kraftstoffbereich und Thermomanagement. Dabei spielt unter anderem die zunehmende Substitution metallischer Werkstücke durch Kunststoffteile zur Gewichtsreduzierung und damit der Verbesserung der CO2-Bilanz eine Rolle. Durch Elektromobilität, autonomes Fahren und die fortschreitende Miniaturisierung elektrischer Steuerungs- und Halbleiterbauteile sowie Sensoren ergeben sich neue Aufgabenstellungen. Diese Komponenten werden zum Schutz vor mechanischen, physikalischen und thermischen Angriffen häufig mit Duroplasten umspritzt. In allen Bereichen sind sehr hohe Anforderungen an das Entgrat-Ergebnis und die technische Sauberkeit zu erfüllen, wofür elektrostatische Aufladungen minimiert werden müssen.

Komponenten für Kunststoffpumpen.
Komponenten für Kunststoffpumpen. (Foto: Rösler Oberflächentechnik GmbH)
Schalterkomponenten.
Schalterkomponenten. (Foto: Rösler Oberflächentechnik GmbH)

Optisch und haptisch ansprechende Eigenschaften

Die Bearbeitung von Sichtteilen – seien es Schalterblenden, Steckdoseneinsätze, Stecker, Komponenten für Bügeleisen oder Pfannengriffe – für die Elektroinstallation, Elektronik und Haushaltsgeräte erfolgt häufig in Chargen. Dabei ist einerseits eine wirkungsvolle Entgratung in kurzer Zeit sicherzustellen, andererseits muss sehr schonend gearbeitet werden, damit die Teile über eine hohe optische und haptische Attraktivität verfügen.

Sonderfall Leichtmetall

Dass die eigentlich für Kunststoffteile konzipierten Anlagen immer häufiger auch für die Entgratung von Komponenten aus Leichtmetallen wie Aluminium, Magnesium und Zinkdruckguss eingesetzt werden, hat verschiedene Gründe. Dazu zählt, dass durch das vergleichsweise weiche Strahlmittel die schützende Oxidschicht der Teile nicht beschädigt oder entfernt wird. Hinzu kommt die nur minimale Beeinflussung der Spannungszustände an den Teileoberflächen und die daraus resultierenden Vorteile hinsichtlich Verzugsarmut.

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