Mehr Autos aus Sachsen

Mehr Autos aus Sachsen
Trotz eines insgesamt schwächelnden Automobilmarktes kann das E-Mobility-Dashboard des Chemnitz Automotive Institute CATI ein Wachstum der sächsischen Fahrzeugproduktion für 2023 bilanzieren. Auch der Ausblick ist positiv. Abbildung: CATI
12.02.2024 | Redaktion Autoland

Gute Nachricht für Branche – zu selten erwähnt

Für Wirtschaftsminister Martin Dulig beweist sich die Automobilindustrie einmal mehr als führende sächsische Industriebranche. „Sachsen ist und bleibt ein erfolgreiches Automobilland! Bei aller Sorge um Seitwärtsbewegungen am Standort Zwickau ist die Entwicklung für Sachsen insgesamt sehr positiv.“ Auch AMZ-Netzwerkmanager Dirk Vogel zieht ein optimistisches Fazit. „Diese gute Nachricht wird in einer Zeit mit vielfältigen Belastungen für die Branche zu selten erwähnt. Sachsen kann neben diesem gestiegenen Volumen stolz darauf sein, mittlerweile zwölf Pkw-Modelle sechs verschiedener Marken herzustellen.“ In Zwickau und Dresden produziert Volkswagen sechs verschiedene vollelektrische VW, Audi und Cupra. Bei BMW in Leipzig entstehen drei BMW-Modelle und der Mini Countryman, bei Porsche laufen Macan und Panamera vom Band.

Schwächelnde E-Mobilität mit Auswirkungen auf Zulieferer

Die hinter den Erwartungen gebliebene E-Auto-Produktion resultiert aus Problemen in der Teileversorgung und der schwächelnden Nachfrage. Diese und weitere wettbewerbshemmende Faktoren bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die sächsische Automobilzulieferindustrie. Laut AMZ-Branchenmonitoring vom Dezember 2023 kämpfen 67 Prozent der befragten Unternehmen mit einer rezessiven Auftragslage. 52 Prozent verweisen auf sinkende Mitarbeiterzahlen. Sorgen bereiten ebenso Eigenkapital und Liquidität.

Weitere Produktionssteigerung für 2024 prognostiziert

Bessere Aussichten für 2024 prognostiziert das Chemnitz Automotive Institute CATI. Das Institut und AMZ begleiten die Transformation der sächsischen Automobilindustrie in einem vom Wirtschaftsministerium finanzierten Projekt. CATI erwartet für 2024 einen weiteren Zuwachs des produzierten Fahrzeugvolumens um nochmals zehn Prozent auf 620.000 Fahrzeuge, darunter 320.000 E-Autos. Der prognostizierte Zuwachs soll vor allem aus neuen Modellen der beiden Leipziger Werke von BMW und Porsche resultieren. Hoffnungsträger hier sind der Porsche-E-Macan und der vollelektrische Mini Countryman. „Damit produzieren ab 2024 erstmals alle in Sachsen ansässigen Hersteller vollelektrische Fahrzeuge in ihren Werken und legen damit die Grundlagen für weiteres Wachstum“, betont Prof. Dr. Werner Olle, Senior Advisory Partner und Mitbegründer von CATI.

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